Pflanzen und Pflegen
Nachfolgend möchten wir Ihnen gerne einige Hinweise zum Einpflanzen und Pflegen Ihrer Pflanzen geben.
Einpflanzen
Bodenbeschaffenheit: Der Boden sollte zum Einpflanzen niemals nass sein, allenfalls feucht, und die Struktur locker und krümelig. Bei schweren und / oder lehmigen Böden sollten Sie den Aushub nicht direkt zum Auffüllen des Pflanzlochs benutzen, sondern durch Zugaben auflockern.
Pflanzloch: Das Pflanzloch muß einerseits groß genug sein, um der Pflanze ausreichend Platz zu bieten, darf aber auch nicht so tief sein, dass die Pflanze höher von Erde bedeckt wird als sie es bislang war. Boden und Seiten des Pflanzlochs dürfen nicht verfestigt werden, weil sich sonst Wasser im Pflanzloch staut und die feinen Wurzeln verfaulen. Nach dem Ausheben sollten Sie das Pflanzloch ca. 10cm hoch mit lockerer Erde auffüllen.
Rückschnitt: Sofern die Pflanze nicht zurückgeschnitten geliefert wurde, sollten die Wurzeln und bei einigen Pflanzenarten — nicht bei Nadelgehölzen! — auch die oberirdischen Teile urückgeschnitten werden.
Hierbei werden überlange Wurzeln gekürzt und der oberirdische Teil der Pflanze um etwa ein Drittel zurückgeschnitten werden (Wichtig: Nadelgehölze nicht oberirdisch zurückschneiden!). Das Zurückschneiden der oberirdischen Teile kann vor wie nach der Pflanzung geschehen und erlaubt es der Pflanze, ihre Energie stärker auf die Bildung neuer Wurzeln zu konzentrieren.
Einpflanzen: Bei wurzelnackten Pflanzen halten Sie die Pflanze so tief in das Pflanzloch hinein, dass die Wurzeln auf der gelockerten Erde etwas aufliegen. Danach wird das Pflanzloch locker aufgefüllt und leicht angedrückt, auf keinen Fall stark verfestigen (z.B. festtreten).
Bei im Container gelieferten Pflanzen wird der Container entfernt und die Pflanze anschließend so tief in das Pflanzloch eingesetzt, dass die Oberkante des vorhandenen Ballens und der Umgebung auf einer Höhe sind, dann wie bei wurzelnackten Pflanzen auch auffüllen und leicht andrücken.
In beiden Fällen nach dem Einpflanzen gut angiessen.
Pflegen
Heckenschnitt: Hier ist zwischen verschiedenen Pflanzenarten zu unterscheiden:
- Blütenhecken werden in der Regel nicht geschnitten, lediglich alle paar Jahre durch auslichten verjüngt — alte, vergreiste Triebe werden herausgeschnitten.
- Sommergrüne Formhecken: Hierunter fallen Hecken z.B. aus Hainbuchen oder Liguster. Hier erfolgt der Hauptschnitt in der zweiten Winterhälfte, also zwischen Mitte Januar und Mitte März, und sorgt für einen regelmäßigen Austrieb. Ein zweiter Schnitt kann Ende Juni erfolgen, wenn die Gehölze eine Wachstumspause einlegen.
- Immergrüne Formhecken: Diese Hecken, z.B. aus Zypressen, können das ganze Jahr über geschnitten werden. Ein Schnitt bei starker Sonneneinstrahlung sollte allerdings vermieden werden, da durch den Schnitt bisher im Schatten gelegene Teile der Pflanze direkt von der Sonne erreicht werden — auch Pflanzen kriegen einen Sonnenbrand.
- Buchsbaum: Geschnitten werden kann zwischen Mai und August, aber auch hier sollte an sehr sonnigen Tagen auf den Schnitt verzichtet werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten sollte Buchsbaum sehr regelmäßig geschnitten werden, damit der Wuchs dicht und geschlossen wird.
Bitte beachten Sie: Gesetzliche Regelungen können in bestimmten Zeiträumen einen Heckenschnitt verbieten - erkundigen Sie sich bei Ihrer Stadtverwaltung!
Auch sollten Sie die Hecke vor dem Schnitt einige Tage beobachten, um keine nistenden Vögel oder anderen Tiere zu stören.
Schnittart und -form: Beachten Sie, dass die Hecke in der Richtung, in der sie nicht geschnitten wird, stärker wachsen wird; wenn Sie also ihre Hecke gerne höher haben wollen, schneiden Sie die Seiten stärker als die Oberkante — für einen Wuchs in die Breite gilt natürlich das Gegenteil.
Für die Pflanzen ist eine konischer Schnitt (Unten breiter als Oben) besser, da die Pflanzen dann mehr Licht erhalten.
Solange die Hecke noch nicht die gewünschte Größe erreicht hat, schneiden Sie nicht bis zum alten Schnitt zurück; nach Erreichen der gewünschten Größe hingegen wird bis fast zum alten Punkt zurückgeschnitten.
Nadelgehölze niemals in den bereits verholzten Bereich zurückschneiden — dieser bildet keine neuen Triebe aus.